
Das Museum für Moderne Kunst Frankfurt (MMK) übernimmt den Nachlass von Henrike Naumann. Dies sei der ausdrückliche Wunsch der am 14. Februar im Alter von nur 41 Jahren verstorbenen Künstlerin gewesen, teilt das MMK mit. „Mit großer Sorgfalt wird das MMK diesem Willen nachkommen und den Nachlass verantwortungsvoll konservieren, archivieren und sowohl der Wissenschaft und Forschung als auch den Besucherinnen zugänglich machen.“
Der Beweggrund für die Nachlassregelung liegt in einer längeren Zusammenarbeit Naumanns, die 1984 in Zwickau geboren wurde, mit der MMK-Direktorin Susanne Pfeffer. 2018 war Naumann an der Gruppenausstellung „Weil ich nun mal hier lebe“ im Tower MMK beteiligt gewesen, dafür hatte sie die Installation „14 Words“ entwickelt. Das Werk wurde für die Sammlung MMK erworben, es war auch 2023 in der Ausstellung „Channeling“ zu sehen.
„Dankbar für das Vertrauen, habe ich Henrike Naumann versprochen, ihren Nachlass mit besonderer Sorgfalt zu betreuen. Gerade jetzt ist es wichtig, einen dauerhaften öffentlichen Zugang zu dem kritischen Diskurs zu ermöglichen, den Naumann im Laufe ihres Schaffens entwickelt hat. Die große Bedeutung ihres Werks für die Gegenwart und Zukunft ist bisher nur in Ansätzen erfasst, was die Tragweite unserer Verantwortung noch verstärkt“, so Susanne Pfeffer. Henrike Naumanns letztes Werk ist derzeit im deutschen Pavillon auf der 61. Biennale di Venezia zu sehen, wo „The Home Front – Die Innere Front“ nach ihrem plötzlichen Tod ohne sie installiert werden musste.
