Im ewigen Rechtsstreit zwischen Kraftwerk und Moses Pelham wurde ein weiteres Urteil gesprochen. Es könnte große Konsequenzen haben. Ausreichend bedacht wurden sie nicht.
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Die Zahl klingt rekordverdächtig. Heute hat der Bundesgerichtshof (BGH) sein sechstes Urteil im Rechtsstreit zwischen der Band Kraftwerk und dem Musiker Moses Pelham verkündet. Es handelt sich wohl um den berühmtesten und berüchtigtsten Prozess in Sachen Urheberrecht, den das 21. Jahrhundert bisher gesehen hat. Seit 1999 wird quer durch die Instanzen verhandelt, immer wieder über dieselben zwei Sekunden Musik, die Pelham ohne zu fragen aus dem Kraftwerk-Stück Metall auf Metall übernommen hatte. Ein kurzes Sample, das im Song Nur mir, veröffentlicht 1997 von der Rapperin Sabrina Setlur, als Dauerschleife den Rhythmus vorgab. Kraftwerk klagten, unter anderem auf Schadensersatz und Unterlassung. Am Ende des heutigen Zwischenfinales einer beispiellosen Justizodyssee steht ein Teilerfolg für Pelham. Als sogenannter Pastiche, so urteilte der BGH, ist das Sample zulässig, zumindest seit dem Jahr 2021.
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Diese Fragen beantwortet der Artikel:
- Warum gilt Moses Pelhams Kraftwerk-Sample seit 2021 als zulässiger Pastiche?
- Welche Folgen hat das BGH-Urteil für Urheberrecht und kreative Nachnutzung?
