Der Pup im Ort gilt schon länger als Sehenswürdigkeit. Nach dem „königlichen Besuch“ dürfte das „Falkland Arms“ aus dem 16. Jahrhundert nun aber endgültig die Attraktion im kleinen Dorf Great Tew sein, das nicht einmal 200 Einwohner haben soll. Als das letzte Mal gezählt wurde, im Jahr 2011, waren es 156. Ob Meghan und Harry aber auch in dem Ort in der Grafschaft Oxfordshire am Rande der Cotswolds in England mit ihren beiden Kindern Archie und Lilibet wohnen, bleibt weiterhin unklar. Zumindest gezeigt haben sich die beiden erstmals öffentlich seit ihrer Rückkehr ins Königreich Ende August – in ebenjenem Pub, in dem sie zu Mittag gegessen haben.
Die britische Boulevardpresse hat auch sogleich herausgefunden, was auf den Tisch kam: Die Herzogin von Sussex bestellte demnach glutenfreien Schellfisch im Bierteig mit Pommes, Erbsenpüree und Remouladensauce für 18,25 Pfund, ihr Mann Harry soll eine Pastete mit Hähnchen, Schinken und Lauch, dazu Kartoffelpüree, Gemüse der Saison und Bratensauce verspeist haben, für 17,95 Pfund. Zusammen macht das rund 42,50 Euro, was eher bescheiden für die beiden ist.
Victoria und David Beckham haben nicht weit entfernt ein Haus
Der händchenhaltende Pub-Auftritt der beiden war natürlich inszeniert, die Wahl des Lokals naheliegend: In der Nähe hatten die Frischverliebten schon im Jahr 2018 gelebt, auf einem kleinen Anwesen mit dem Namen Great Tew Estate. Nicht weit davon entfernt haben auch Victoria und David Beckham ein Haus. Und auch die amerikanische Moderatorin Ellen DeGeneres und ihre Frau Portia de Rossi leben in der Gegend. Wie die Sussexes hat das berühmte Paar, das vor Donald Trump ins Vereinigte Königreich geflüchtet ist, auch weiterhin ein großes Haus in Montecito in Kalifornien.

Aus dem „Falkland Arms“ hieß es nach dem Besuch von Meghan und Harry, dass jeder Gast die königliche Behandlung bekomme, „es spielt keine Rolle, wer Sie sind“. Der Prinz und seine Frau hätten sich auch einfach wie Einheimische verhalten. Was sie ja womöglich auch sind. Meghan jedenfalls macht sich weiterhin rar, angeblich will sie sich darauf konzentrieren, dass sich ihre beiden Kinder gut in England und in der neuen Schule einleben.
Harry absolviert in Kanada einen Fallschirmsprung
Harry hingegen zeigt sich allein des Öfteren in der Öffentlichkeit, zuletzt bei einem Fallschirmsprung – allerdings in Kanada. Das hatte er vor einem Jahr bei einem Treffen mit dem 102 Jahre alten Veteranen Ed Marshall ausgemacht. Der Kanadier war im Zweiten Weltkrieg Fallschirmjäger und hatte an seinem 100. Geburtstag noch einmal einen Sprung für den guten Zweck absolviert. Nun sprang der 42 Jahre alte Harry gemeinsam mit anderen Veteranen mit einem Fallschirm im kanadischen Cookstown zugunsten unter anderem der True Patriot Love Foundation.
Kanadas führende Wohltätigkeitsorganisation für Militärangehörige hatte maßgeblich dazu beigetragen, die Invictus Games im Jahr 2017 nach Toronto zu holen, und sie unterstützte später auch die ersten Invictus Games im Winter, die 2025 im kanadischen Vancouver und Whistler stattfanden. Prinz Harry hatte die Invictus Games 2014 ins Leben gerufen, und er ist weiterhin Schirmherr der Invictus Games Foundation; diese nutzt die Kraft des Sports, um weltweit die Genesung und Rehabilitation verwundeter, verletzter und erkrankter Militärangehöriger sowie Veteranen zu fördern.
Meghan wiederum ist zumindest virtuell wieder aktiver und postet Bilder und Videos von sich, ihrem Mann und ihren Kindern in den sozialen Medien. Zudem hat ihre Lifestyle-Marke As ever Anfang Oktober in Zusammenarbeit mit der Schokoladenmanufaktur Compartés Chocolate aus Los Angeles einen Adventskalender auf den Markt gebracht. Das angeblich von ihr grafisch gestaltete Werk ist limitiert und kostet 148 Dollar (rund 130 Euro).
Geärgert hat sich die 45 Jahre alte Meghan in dieser Woche gewiss über ein anderes Onlineangebot: Bei Ebay wurde ein Buch von ihr angeboten, für 19.999 Pfund (rund 23.500 Euro). Es ist ein Bilderbuch, das die Herzogin von Sussex 2021 herausbrachte. Der hohe Preis für diese Ausgabe von „The Bench“ erklärt sich durch eine Widmung, die von Meghan stammen soll. Offenbar gehörte das Buch der Cousine ihres Manns, Prinzessin Eugenie, der Tochter von Andrew Mountbatten-Windsor.
Das Kinderbuch war offenbar ein Geschenk an Prinzessin Eugenie
Spekuliert wird, ob die 36 Jahre alte Nichte von König Charles III. das Kinderbuch loswerden wollte. Meghan hatte es Eugenie und ihrem Mann Jack Brooksbank 2021 geschenkt, vielleicht zur Geburt von Sohn August. Das würde auch die handschriftliche Widmung in dem Buch erklären: „Liebe Eug und lieber Jack, eine Hommage an die besondere Verbindung zwischen Vater und Sohn. Ich habe dieses Gedicht in Frogmore geschrieben – ich hoffe, Eug, dass du dort mit deinen Jungs dieselbe Liebe erleben darfst. Alles Liebe, Meghan“.

Frogmore House ist ein Anwesen auf dem Gelände von Schloss Windsor, dort fand 2018 der Ball anlässlich der Hochzeit von Harry und Meghan statt, und es war auch zwischenzeitlich die offizielle Residenz von den beiden im Königreich. Auch Eugenie lebte dort mit ihrem Mann von 2020 bis 2022. Die beiden Frauen galten lange als gut befreundet, das könnte sich inzwischen geändert haben, denn auch Eugenie muss nach dem Epstein-Skandal um ihren Vater für ihre Position im Königshaus kämpfen. Das Buch jedenfalls verschwand nach kurzer Zeit aus dem Netz, ohne dass es einen Käufer gefunden hatte. Ob das Angebot echt war und sich Eugenie bei Meghan für den versuchten Verkauf entschuldigte, wie es mittlerweile hieß, muss Spekulation bleiben.
Albert II. und Guillaume V. treffen den Papst in Metz
Papst Leo XIV. traf Anfang vergangener Woche zum Abschluss seiner Frankreichreise gleich zwei Vertreter europäischer Fürstenfamilien: Albert II. aus Monaco und Großherzog Guillaume V. aus Luxemburg. Der französische Präsident Emmanuel Macron hatte die beiden mit ihren Frauen nach Metz eingeladen, wo die viertägige Reise des Papstes auch endete.

In der Rede Leos XIV. ging es um Europas Zusammenhalt, den die prominenten Gäste aus ganz Europa (aus Deutschland war die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger angereist) eindrücklich auch zeigten. Während Brigitte Macron ganz in Schwarz dem Papst gegenübertrat, nutzte Fürstin Charlène ihr Privilège du blanc: Das Vorrecht des Weißen gestattet es katholischen Königinnen aus katholischen Königs- und Fürstenhäusern Weiß bei Papstaudienzen zu tragen. Auch Guillaumes Frau, Großherzogin Stéphanie von Luxemburg, steht dieses Recht zu.
Felipe VI. empfängt die Macrons zum Staatsbankett
Für die Macrons ging es am Dienstag schon weiter nach Spanien, wo König Felipe VI. und Königin Letizia von Spanien das französische Präsidentenpaar zum Staatsbankett empfing. Letizia trug zu diesem Anlass eine besondere Tiara, die mit ihren Blütenornamenten perfekt zum floral geschmückten Kleid von Carolina Herrera passte: Ihr Kopfschmuck ist ein Kranz aus Rosen, mit Diamanten besetzt.

Der spanische König Alfonso XII. hatte es 1879 für seine zweite Frau Maria Cristina zur Hochzeit anfertigen lassen. Nach ihrem Tod 1929 wurde das wertvolle Stück verkauft, General Francisco Franco kaufte die Tiara dann seinerseits als offizielles Geschenk für Prinzessin Sofía im Jahr 1962, als sie den spanischen Thronfolger Juan Carlos in Athen heiratete. Seither ist das Juwel in Familienbesitz.
Nach dem Sommer beginnt im Herbst wieder die Saison der Staatsbankette: Auch in Luxemburg bat etwa das Großherzogspaar am vergangenen Dienstag zu einem Gala-Dinner zu Ehren des finnischen Präsidenten Alexander Stubb und seiner Frau Suzanne Innes-Stubb. Guillaume V. regiert gerade einmal ein Jahr, er wurde am 3. Oktober 2025 Großherzog von Luxemburg. Insofern sind die Auftritte für ihn und seine Frau noch ungewohnt.
In Deutschland gab es in dieser Woche ebenfalls königlichen Besuch: Philip, Erbprinz von Serbien und Jugoslawien, nahm zusammen mit seiner Frau Danica an einer Liturgie in der Kirche Mariä Himmelfahrt in Hildesheim-Himmelsthür teil. Die serbisch-orthodoxe Kirche war bis 2015 die Bischofskirche der Serbisch-orthodoxen Diözese für Mitteleuropa, heute hat sie ihren Sitz in Düsseldorf. Oberhaupt der Eparchie von Düsseldorf und ganz Deutschland mit etwa 337.000 Gläubigen ist Bischof Grigorije Durić.
Prinz Philip ist der Sohn des Thronprätendenten des Hauses Karađorđević für Serbien, Alexander von Jugoslawien, der wiederum der Sohn des letzten jugoslawischen Königs Peter II. und seiner Frau, Prinzessin Alexandra von Griechenland, ist. Die Familie lebte lange im Exil in London, Königin Elisabeth II. war die Patentante von Alexander von Jugoslawien. Der Einundachtzigjährige konnte erst im Jahr 2000 nach Serbien zurückkehren und lebt heute mit seiner Familie im Königlichen Schloss auf dem höchsten Hügel des Stadtviertels Dedinje in der serbischen Hauptstadt Belgrad. Eine Rückkehr auf den Thron scheint für ihn und seinen Sohn Philip allerdings eher unwahrscheinlich.
