Wen wir begehren, ist manchmal nicht leicht zu erklären. Und wenn die Lust gerade in Langzeitbeziehungen schwindet, wird sie oft zum Problem: »Wir sollen ja wollen«, sagt die Entwicklungspsychologin und Paartherapeutin Sonja Bröning. »Das macht es uns schwer.« Denn Begierde hängt mit dem zusammen, was wir in unseren Partnern alles sehen: beste Freunde, emotionale Heimat, erotische Wunschfiguren. Vielleicht zu viel und doch untrennbar miteinander verwoben.
Unsere Begierde ist etwas, das sich am Ende nicht kontrollieren lässt und das keine Paartherapie fixen kann. Und auch nicht versuchen sollte, erzählt Sonja den Podcasthosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm. Was gelingen kann: dass Menschen zur Anfangsmagie ihrer Beziehung zurückfinden, wenn sie sich erst mal durchs Dickicht ihrer Sehnsüchte, Ansprüche und Bedürfnisse gewühlt haben.
Die ganze Folge hört ihr oben auf dieser Seite.
Mehr zu unserer Gästin und weitere Infos
- Diese Folge wurde live auf dem Harbour Front Literaturfestival vor Publikum aufgezeichnet.
- Sonja Bröning ist Professorin für Entwicklungspsychologie an der Medical School Hamburg
und forscht zu Beziehungen und Sexualität. Zugleich
arbeitet sie als systemische Paar- und Sexualtherapeutin in eigener
Praxis. Mehr zu ihrer Arbeit erfahrt ihr auf ihrer Website und auf Instagram. - Im Sommer 2026 ist das Sachbuch Vielfältige Liebe – Polyamorie gestalten von Agostino Mazziotta und Sonja Bröning erschienen
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Melanie Büttner und dem ZEIT-Ressortleiter Wissenschaft, Sven
Stockrahm, auf Instagram unter @dr.melanie.buettner und @svensonst.
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