
Im Showdown gegen Mali haben die deutschen Basketballerinnen bei der Heim-WM ihre Nerven bewahrt und sich beim Sprung in die Finalrunde die bestmögliche Ausgangslage verdient. Im letzten Vorrundenspiel setzte sich das Team von Bundestrainer Olaf Lange in Berlin nach einer starken Vorstellung 83:58 durch, Belohnung war der zweite Platz in Gruppe A hinter Favorit Spanien. Schon am Dienstag geht es in der Qualifikationsrunde für das Viertelfinale gegen Südkorea, Dritter der Staffel B.
Vor dem Gruppenfinale war die Konstellation spannend, da alle vier Teams nach zwei Spielen mit je einem Sieg und einer Niederlage bei drei Punkten standen. Für die deutsche Mannschaft konnte es noch auf Platz eins hochgehen, aber auch bei Rang vier bleiben.
Nach der herben Auftaktniederlage gegen die Spanierinnen (53:83) und der Wiedergutmachung gegen Japan (74:58) ging es darum, so weit vorn wie möglich in der Tabelle zu landen. Dafür war der zweite Sieg im Turnier Pflicht.
„Du willst in jedem Spiel besser werden, und das tun sie“
Vor den Augen von Weltmeisterkapitän Dennis Schröder, am Spielfeldrand als Edelfan dabei, gelang der Start. Die Defense hatte Mali um Sika Kone vom WNBA-Team Atlanta Dream gut im Griff, Leonie Fiebich versenkte früh den ersten Dreier, und das deutsche Team zog auf 15:7 davon. Doch es folgte eine Schwächephase mit zu vielen Fehlern. So leistete sich Alexis Peterson, nach der Pause gegen Japan wegen eines Infekts wieder dabei, zwei schnelle Ballverluste.
Luisa Geiselsöder, bislang nicht im Turnier angekommen, zeigte ihre beste Leistung, traf in der ersten Hälfte perfekt. Auch Bühner glänzte, sorgte mit ihrem zweiten Dreier in Folge für die erste zweistellige Führung. Jetzt funktionierte fast alles, von der Dreierlinie trafen auch Alexandra Wilke und Gülich, danach wieder Topscorerin Bühner (21 Punkte). Zur Pause war die Führung deutlich. „Du willst in jedem Spiel besser werden, und das tun sie“, sagte Schröder in der Pause und lobte die Atmosphäre in der ausverkauften Halle.
Die deutsche Mannschaft wackelte auch nach der Rückkehr aus der Kabine nicht. Die Malierinnen, die am zweiten Spieltag sensationell Spanien besiegt hatten, konnten auf die große Energie des Lange-Teams nicht antworten. Geiselsöder sorgte mit einem weiteren Dreier früh für die Vorentscheidung. Mali ist ausgeschieden, Japan (beide 4 Punkte) setzte sich im direkten Vergleich durch.
Gelingt dem DBB-Team in der Playoff-Runde ein Sieg über Südkorea, wartet im Viertelfinale Belgien. Der Europameister von 2023 und 2025 gewann die Gruppe C ohne Niederlage.
