In Deutschland sind seit Freitag mindestens 15 Menschen bei Badeunfällen während der Hitzewelle gestorben. Ein 17-Jähriger wurde am Sonntag tot aus einem Baggersee in Peine in Niedersachsen geborgen. Auch verunglückte ein 20 Jahre junger Mann tödlich in der Nähe des Mäuseturms in Bingen. In Berlin zogen die Einsatzkräfte einen toten jungen Mann aus dem Wasser, der in die Spree gesprungen war.
Am Samstag ertrank laut Polizei ein 27-Jähriger im Neckar bei Heidelberg, ein 30-Jähriger starb in einem Badesee bei Neuhofen südlich von Mannheim, zwei weitere Männer kamen in verschiedenen Gewässern in Berlin ums Leben. Im Herner Meer am Rhein-Herne-Kanal in Nordrhein-Westfalen starb ein sechsjähriges Kind. In Hessen wurde südwestlich von Frankfurt am Main ein 40-Jähriger tot aus dem Waldsee Raunheim geborgen.
Bereits am Freitag war im Seepark Lünen bei Dortmund ein 45 Jahre alter Mann von Besuchern aus dem Wasser gezogen worden. Der Mann starb laut Polizeiangaben später im Krankenhaus. Ein acht Jahre alter Junge wurde nach zweistündiger Suche tot aus einem Badesee in Isernhagen bei Hannover geborgen. Das Kind habe sich ersten Hinweisen zufolge im Wasser aufgehalten und sei dann nicht mehr zu sehen gewesen, teilte die Polizei mit.
Seit Tagen Temperaturen um die 40-Grad
Ebenfalls nach stundenlanger Suche wurden die Leichen von zwei Schwimmern am Freitag im Bodensee gefunden. Die älteren Männer waren am Donnerstag vor den Augen ihrer Frauen in den See gesprungen und verschwunden.
In Heidelberg waren Polizei, Rettungskräfte und
Taucher im Einsatz, um den 27-Jährigen aus dem Neckar zu bergen. Die
anschließende Reanimation blieb erfolglos. Der 30-Jährige war in der
Nähe von Mannheim mit Freunden an einem Badesee und ging allein ins
Wasser. Nachdem die Freunde den Mann aus den Augen verloren hatten,
alarmierten sie die Rettungskräfte.
Bereits seit mehreren Tagen sorgt eine
Hitzewelle in Deutschland für Temperaturen bis an und über die
40-Grad-Marke. Mehrere Temperatur-Höchstwerte wurden seit Freitag gemessen. Die Belastung ist für viele Menschen auch deshalb
besonders groß, weil die Temperaturen über Tage hinweg vielerorts selbst
nachts kaum Abkühlung brachten.
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