
„Das kann doch gar nicht funktionieren“ – „Wie ist das möglich?“ Wer die Arbeiten von Adrian Gray zum ersten Mal sieht, reagiert oft mit Skepsis. Hier stehen schwere, unförmige Steine einfach so aufeinander, ohne Hilfsmittel. Dabei scheinen sie sich jeder Schwerkraft zu entziehen. Und doch beruht alles auf einfachen Prinzipien – Geduld, Präzision und einem sehr genauen Blick für Form und Gewicht. Auf seiner Homepage zeigt der britische Künstler eine Auswahl seiner Arbeiten, die über viele Jahre hinweg entstanden sind.
Ausgangspunkt ist meist die Küste im Südwesten Englands. Dort sammelt Gray Steine, die er vor Ort oder später zu Skulpturen arrangiert. Klebstoffe oder versteckte Stützen nutzt er nicht. Alles hält durch exakt berechnete oder experimentell ermittelte Kontaktpunkte. Manche Steine berühren sich nur auf einer schmalen Kante, andere scheinen sich fast schwerelos ineinander zu verschränken. Gerade dieses Spannungsverhältnis macht den Reiz aus: Die Arbeiten sind physikalisch nachvollziehbar – und sehen dennoch unrealistisch aus.
Was als kleine Strand-Spielerei begann, hat sich zu einer Erfolgsidee entwickelt. Heute werden Adrian Grays Kunstwerke für Events und Ausstellungen gebucht – und wer es sich leisten kann, der kann sich von Gray den eigenen Garten oder Park verschönern lassen. Ein tolles Beispiel dafür, wie aus einer Idee eine künstlerisch wertvolle und noch dazu einträgliche Beschäftigung reifen kann.
Einsendeschluss ist der 29. April 2026, 21 Uhr. Die Gewinnerin oder der Gewinner wird schriftlich benachrichtigt. Die Lösung des Rätsels der vergangenen Woche lautete „Johann Sebastian Bach“ oder „Dmitri Schostakowitsch“ – es gibt nämlich von beiden Komponisten eine Kompositionssammlung durch alle Dur- und Molltonarten!
