
American Express bessert für die Inhaber der Platinum-Card an den Flughäfen Frankfurt und München nach. Nachdem die Lufthansa dem Kreditkartenunternehmen den Vertrag gekündigt hatte, haben Fluggäste der Lufthansa Group, die nicht über einen Vielfliegerstatus verfügen, ab Oktober nur mit der American-Express-Platinum-Karte keinen Zugang mehr zu den Lufthansa-Lounges.
Als Ersatz bietet American Express ihren Kunden, die sich die Platinum-Karte 720 Euro im Jahr kosten lassen, jetzt pro Jahr sechs Verzehrgutscheine im Wert von jeweils 20 Euro. Allerdings, so heißt es in einer Kundeninformation, kann pro Tag nur ein Gutschein eingelöst werden. Ebenfalls muss sich der Hauptkarteninhaber den Betrag mit einem eventuellen Zusatzkarteninhaber teilen.
Bisher haben auch Zusatzkarteninhaber Zugang zu einer Lufthansa-Lounge. Vorausgesetzt sie fliegen mit einer Airline der Lufthansa Group, also Lufthansa, Swiss, Austrian, Brussels oder Discover. Mit einem Ticket der polnischen Lot etwa ist dies nicht möglich, obwohl beide Fluggesellschaften Mitglied des Bonusprogramms Miles & More sind. Die Lufthansa betreibt in Frankfurt sieben Business-Lounges, die American-Express-Platinum-Card-Inhabern auch mit einem Economy-Ticket offenstanden.
Zwar beinhaltet die Kreditkarte auch den „Priority Pass“, dieser wird allerdings nicht in allen Lounges akzeptiert. Im Terminal 1 des Frankfurter Flughafens finden sich nach der Sicherheitskontrolle keine Lounges, die den Priority Pass akzeptieren. Wer vom neu eröffneten Terminal 3 in Frankfurt in den Schengenraum fliegt, hat ebenfalls keine Priority-Pass-Lounge zur Verfügung. Gleiches gilt für das Terminal 2 des Münchner Flughafens. Auch am Münchner Flughafen sollen die Verzehrgutscheine der Edelkarte von American Express akzeptiert werden, kündigt das Kreditkartenunternehmen an. Details hat es ihren Kunden noch nicht mitgeteilt.
Der Zugang zu Flughafenlounges ist für American Express ein wichtiges Verkaufsargument für ihre Platinum-Karte, die immerhin 60 Euro im Monat kostet. Denn Häufigflieger, die aber unterschiedliche Airlines nutzen, scheitern daran, einen Status zu erlangen, der ihnen Zugang zu diesen Rückzugsräumen gewährt, in denen sich nicht nur arbeiten lässt, sondern auch Getränke und kleine Speisen gratis gereicht werden.
