Alice Hasters wirkt gelöst und zugleich wachsam, als sie an
einem Dienstagmittag im April die Räume der ZEIT-Redaktion in Berlin betritt. Mit
ihrem neuen Buch »Anti Opfer« geht sie unter anderem der Frage nach, warum so
viele ein Problem mit Opfern haben und sie selbst eins mit diesem Wort: Opfer. Die
Sonne prallt in den Raum nach einem Regentag, symbolisch für Hasters’ Hoffnung,
endlich mal über Inhalte zu reden und nicht über eigene Betroffenheit. Ein großer
Schluck Wasser, dann geht es los mit der ersten Frage.
DIE ZEIT: Frau Hasters, sind Sie ein Opfer?
