Nach seinem überzeugenden Einzug in die dritte Runde von Wimbledon hat sich Alexander Zverev optimistisch gezeigt, das Turnier gewinnen zu können. »Zweieinhalb Sätze habe ich beinahe ein perfektes Match gespielt«, sagte der 29-Jährige nach seinem 6:1, 6:3, 7:6 (7:3) gegen den Franzosen Valentin Royer. »Ich warte noch auf die guten Ergebnisse. Wenn ich so weiterspiele, denke ich definitiv, dass es dieses Jahr passieren kann.«
Mit dem Selbstverständnis eines Grand-Slam-Champions hatte der deutsche Spitzenspieler bis auf einen kurzen Wackler im dritten Satz die lange einseitige Begegnung in der zweiten Runde klar beherrscht. Bei allen anderen drei Grand-Slam-Turnieren stand Zverev schon im Endspiel, beim Rasenklassiker im Südwesten Londons kam er dagegen noch nie über das Achtelfinale hinaus.
»Ich bin froh, dass ich nicht noch einen Satz spielen musste«
Die Situation in Wimbledon sei etwas ganz anderes als auf Sand, auf dem er in Paris triumphiert hatte, sagte Zverev. Zwar fehlt der spanische Topstar Carlos Alcaraz verletzungsbedingt, im All England Club habe er in der Vergangenheit ohnehin oft gegen deutlich weiter hinten platzierte Gegner verloren und nicht nur gegen Top-Ten-Spieler.
Zverev konnte für seinen angestrebten weiteren Weg nun zumindest in seiner zweiten Runde Kraft sparen. »Ich bin froh, dass ich nicht noch einen Satz spielen musste«, sagte der Australian-Open-Finalist von 2025. Das Achtelfinale kann der Hamburger am Samstag mit einem Sieg gegen den US-Amerikaner Marcos Giron perfekt machen.
Schon am heutigen Freitag möchte Jan-Lennard Struff gegen den russischen Topspieler Daniil Medwedew überraschen und erstmals in Wimbledon in die Runde der besten 16 einziehen. Die beiden sind nach dem Zweitrunden-Aus von Yannick Hanfmann (gegen den Russen Karen Chatschanow) die einzigen deutschen Teilnehmer, die in der dritten Runde im Einzel noch dabei sind.
