Die afrikanische Gesundheitsbehörde und das kongolesische Gesundheitsministerium haben einen neuen Ebola-Ausbruch in einer entlegenen Region der Demokratischen Republik Kongo bestätigt. Bisher seien in der Provinz Ituri 246 Verdachtsfälle und 80 Tote erfasst, teilte das kongolesische Gesundheitsministerium mit. Bei acht Toten haben Labortests demnach das Ebola-Virus nachgewiesen. Auch im benachbarten Uganda starb ein mit dem Virus infizierter Mann.
Die Provinz Ituri liegt mehr als 1.000 Kilometer von der Hauptstadt Kinshasa entfernt und verfügt über kein ausgebautes Straßennetz. Das erschwert es, die Ausbreitung des Virus zu bekämpfen.
Wegen der sich zuspitzenden Sicherheitslage hat das Auswärtige Amt in Berlin seine Reisewarnung für den Kongo aktualisiert. Es weist nun auch explizit auf den Ebola-Ausbruch in der Provinz Ituri hin.
Besorgte Gesundheitsbehörde ruft zu dringlichem Treffen
Die Afrika-Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention (Africa CDC) teilten mit, man berufe ein dringliches Treffen mit Kongo, Uganda, Südsudan und globalen Partnern ein, um Grenzkontrollen zu verstärken und Vorsorgen zu treffen. In der Region gibt es mit Bunia und Rwampara zwei größere Städte. Außerdem gibt es aufgrund des intensiven Bergbaus viele Reisende.
Das Ebolavirus ist hochansteckend und kann durch Körperflüssigkeiten wie Erbrochenes, Blut oder Sperma übertragen werden. Auch am Virus bereits Verstorbene sind noch mehrere Tage ansteckend, weshalb bei Bestattungen ebenfalls ein hohes Infektionsrisiko besteht. Erst vor fünf Monaten teilten die Behörden im Kongo mit, der damalige Ebola-Ausbruch mit 43 Todesopfern sei beendet.
