Aus der Serie:
Kultursommer
Seit seiner Kindheit fährt der Regisseur Christian Petzold begeistert Achterbahn. Und findet, dass man sich im Leben immer wieder fallen lassen sollte.
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DIE ZEIT: Christian Petzold, wie fing das an mit Ihnen und der Achterbahn?
Christian Petzold: Ich komme aus Haan, einer kleinen Stadt, dort gibt es die Haaner Kirmes, einen der größten Rummelplätze in NRW. Es beginnt schon mit der Parkplatzsuche, du musst ungefähr zwei Kilometer vom Eingang entfernt parken, und mit jedem Schritt steigt die Vorfreude. Als ich neun war, stand da auf dem Jahrmarkt eine Achterbahn. Ich bin eingestiegen, ohne zu wissen, was mich erwartet. Und dann habe ich dort dieses Fallgefühl erlebt, das mich süchtig gemacht hat. Dieser wahnsinnige Fall und dieses Aufgefangenwerden und das Glücksgefühl danach.
