Wie sich Abdul B. mitten in Berlin radikalisierte und der Rechtsstaat dies zu verhindern versuchte – erfolglos.
Artikelzusammenfassung
Am Ende steht ein Anschlag, obwohl der Rechtsstaat bei Abdul B. fast das komplette Toolkit aus Prävention, Überwachung und Repression abgefeuert hatte. Der in Berlin aufgewachsene junge Mann rutscht nach familiären Krisen, Jobverlust und wachsender Isolation im Sommer 2024 tiefer in die islamistische Bubble, postet IS-Propaganda, gerät ins Visier des BKA und zeigt bei einer Wohnungsdurchsuchung zwar höfliche Compliance, doch die Fassade bröckelt schnell zwischen IS-Logo im Regal, salafistischem Umfeld und der aufgeheizten Szene rund um den Gaza-Krieg. Im Frühjahr 2025 will er offenbar den nächsten Level zünden, reist erst erfolglos Richtung Mauretanien und dann in den Libanon, chattet dort mit mutmaßlichen IS-Kontakten über einen Weg nach Syrien, wird wegen Terrorverdachts verurteilt und bei seiner Rückkehr nach Berlin im November 2025 direkt in Untersuchungshaft genommen. Obwohl Gerichte und Deradikalisierer ihm 2026 noch eine allerletzte Exit-Option anbieten, wirkt sein Auftreten bei den Gesprächen mit dem Violence Prevention Network eher taktisch als geläutert, während das LKA ihn als Hochrisikoperson observiert, technisch überwacht und im GTAZ zum Fall für maximale Alarmstufe macht. Trotzdem verpufft das Sicherheitsdispositiv im bitteren Reality-Check: Drei Wochen nach einer folgenlosen Razzia wegen einer Wasserpistole verübt Abdul B. den Anschlag auf den CSD im Tiergarten, verletzt mit Transporter und Machete zahlreiche Menschen und wird schließlich von der Polizei erschossen – ein Fall, der wie ein düsterer True-Crime-Podcast von den Grenzen staatlicher Kontrolle erzählt.
Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.
Vielleicht ist es eine persönliche Krise, die seine Radikalisierung auslöst. Im Sommer 2024 geht es Abdul B. nicht gut. Die Trennung seiner Eltern belastet den damals 19-Jährigen. Seine eigene Ehe mit einer Frau, die er über das Internet kennengelernt hat, scheitert nach nicht mal einem halben Jahr. Dann verliert er seinen Job in einer Sicherheitsfirma. Er habe sich isoliert, erzählt er im Juli 2025 libanesischen Ermittlern, viel Zeit im Internet verbracht. Dort sei er auf Kampflieder der Terrorgruppe »Islamischer Staat« (IS) gestoßen.