Rund ein halbes Jahr nach einem blutigen Streit am Neujahrstag in der Düsseldorfer Altstadt müssen sich drei junge Männer vor Gericht verantworten und zwar in Mönchengladbach. Das dortige Landgericht habe das Verfahren eröffnet, teilte ein Gerichtssprecher mit. Prozessbeginn sei am 10. Juni.
Bei der Auseinandersetzung am Neujahrsmorgen war ein damals 24-jähriger Mann in Düsseldorf durch mehrere Messerstiche lebensgefährlich verletzt worden. Sein 18-jähriger Begleiter wurde geschlagen und am Boden liegend gegen den Kopf getreten. Zuvor soll es nachts gegen 4.00 Uhr an einem Kiosk zu einem Streit gekommen sein, der dann eskalierte.
Tat soll aufgezeichnet worden sei
Laut den Ermittlern kannten sich die Beteiligten zuvor nicht. Nach früheren Angaben hatte eine Überwachungskamera das Geschehen in der Silvesternacht aufgezeichnet. Zudem habe ein Taxifahrer die Tritte gegen das am Boden liegende Opfer gefilmt.
Angeklagt sind drei Männer im Alter von 18 bis 20 Jahren aus Hückelhoven. Weil der mutmaßliche Haupttäter zur Tatzeit noch 17 Jahre alt und damit Jugendlicher war, wird der Fall in Mönchengladbach verhandelt. Bei Jugendlichen ist der Wohnort und nicht der Tatort maßgeblich für die Zuständigkeit des Gerichts.
Dem inzwischen 18-Jährigen wirft die Anklage versuchten Totschlag vor. Gegen einen weiteren Angeklagten (19) erhebt die Staatsanwaltschaft ebenfalls den Vorwurf des versuchten Totschlags. Nach Angaben des Gerichts soll der 19-Jährige dem am Boden liegenden Opfer gezielt gegen den Kopf getreten haben. Er wurde deshalb vor wenigen Tagen festgenommen.
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