Nach der mutmaßlichen Amokfahrt in der Leipziger Innenstadt vom Montag will die Stadt das Sicherheitskonzept überprüfen. Stellenweise ist die Fußgängerzone der Stadt durch Poller geschützt, am östlichen Eingang der Grimmaischen Straße konnte der Tatverdächtige mit seinem Auto jedoch ungehindert in die Menschenmenge fahren. Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) zeigte sich angesichts der Tat fassungslos, seine Gedanken seien bei den Opfern und Angehörigen. Bei der Tat am Montagnachmittag wurden zwei Menschen getötet und drei weitere schwer verletzt, die Polizei ermittelt wegen Mordes und versuchten Mordes. Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich um einen 33-jährigen Deutschen, der erst vor wenigen Tagen aus einer psychiatrischen Klinik entlassen wurde. Sein Motiv ist noch unklar. Christian Fuchs, Investigativredakteur der ZEIT, berichtet aus Leipzig.
Die CDU/CSU-Fraktion im Bundestag hat Jens Spahn erneut zu ihrem Vorsitzenden gewählt. Spahn erhielt 86,5 Prozent der abgegebenen Stimmen. Er ist damit für die komplette übrige Legislaturperiode gewählt. Als Fraktionsvorsitzender stand Spahn in seinem ersten Jahr mehrfach in der Kritik, etwa wegen seiner Rolle bei der abgebrochenen Wahl von Frauke Brosius-Gersdorf zur Bundesverfassungsrichterin.
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat am Dienstag seine letzte Kabinettssitzung geleitet. Er übergibt das Amt nach fast 15 Jahren bald an seinen Nachfolger und Parteifreund Cem Özdemir. Obwohl er sich gewehrt habe, empfinde er nun auch Wehmut, sagte Kretschmann vor Journalistinnen und Journalisten. Im Podcast blicken wir auf die bekanntesten Zitate des »schwarzen Grünen« zurück – und fragen Politikredakteur Peter Dausend, was von Kretschmann bleiben wird.
Rumäniens proeuropäischer Ministerpräsident Ilie Bolojan hat ein Misstrauensvotum verloren. Bolojan regierte seit Ende April mit einer Minderheitsregierung, nachdem die sozialdemokratische Partei PSD die Koalition verlassen hatte. Der Sturz der Regierung könnte in Rumänien zu einer politischen Blockade führen, die sich auch auf die Handlungsfähigkeit der EU und Nato auswirken könnte.
Und sonst so? Ein armenisch-französisch-japanisch-südkoreanisches Politorchester.
Moderation und Produktion: Moses Fendel
Redaktion: Jannis Carmesin
Mitarbeit: Benjamin Probst
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