
Ein Tarif „zu einem attraktiven Einstiegspreis“ – so hat die Lufthansa ihr neues Ticket für Reisende angekündigt, die mit einem einzigen kleinen Rucksack auskommen. Das erinnert an Billigflieger, die für die Mitnahme eines größeren Handgepäckstücks schon länger einen Aufpreis verlangen, und hat deshalb einiges Aufsehen erregt. Für Kurztrips könnte der neue Basic-Tarif ja aber durchaus Vorteile haben – wenn er denn wirklich niedriger ist als der bislang günstigste Economy-Light-Tarif.
Wir haben nach der Ankündigung der Lufthansa am 23. April also beschlossen, mit der Buchung eines Städtetrips über Fronleichnam bis zum 28. zu warten, dem Tag, von dem an das neue Angebot „schrittweise auf ausgewählten Strecken eingeführt“ werden sollte. Nur um dann festzustellen, dass die am 28. April ins Auge gefassten Flüge überwiegend doch teurer waren als am 24.
Zwar lag der neue „Economy Basic“-Tarif für die betrachteten Flüge nach London und Prag um zehn Euro niedriger als „Economy Light“, aber der Light-Tarif wäre am 24. halt noch günstiger gewesen. Einzige Ausnahme: Für den Rückflug von Prag nach Frankfurt war am 28. tatsächlich noch ein Light-Ticket zu genau dem Preis verfügbar, der auch am 24. angezeigt wurde. Und der Basic-Tarif war zehn Euro niedriger. Was aber leider die Mehrkosten für den Hinflug nicht ausgeglichen hätte.
Nun ist es nichts Neues, dass Flugtickets sich innerhalb weniger Tage verteuern, erst recht nicht, wenn es um einen begehrten Feiertagstermin wie Fronleichnam geht. Aber wer nach der Ankündigung der Lufthansa beschlossen hat, mit seiner Buchung ein paar Tage zu warten, wird sich trotzdem geärgert haben.
Die Idee mit dem kleinen Rucksack für immerhin vier Übernachtungen – geplant haben wir einen Aufenthalt von Mittwochabend bis Sonntagabend – war zugegebenermaßen sowieso sportlich. Aber wir haben es extra getestet: In das erlaubte Packmaß von „40*30*25 cm“ gehen ausreichend Unterwäsche und T-Shirts hinein, dazu eine Wechselhose, eine Strickjacke und der Kulturbeutel. Das langt im Sommer. Komisch nur, dass ausgerechnet für Rom und Barcelona – Städte, die wegen der warmen Temperaturen für kleines Gepäck besonders geeignet scheinen – am 28. noch kein Basic-Tarif verfügbar war.
