CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann hat sich für eine deutliche Reduzierung der Zahl der gesetzlichen Krankenkassen ausgesprochen. Die vielen Kassen würden fast identische Leistungen anbieten und damit einen großen Verwaltungsaufwand produzieren, kritisierte er. Linnemann regte an, es solle statt 93 künftig nur noch zehn Kassen geben.
“Wenn ich sehe, dass da Milliarden ausgegeben werden für nichts, weil es keinen Wettbewerb gibt, dann müssen wir da ran, und deswegen sind über 90 Krankenkassen zu viel”, sagte der ranghöchste Parteifunktionär nach dem CDU-Bundesvorsitzenden und Bundeskanzler Friedrich Merz.
Der CDU-Generalsekretär regte an, primär kleinere Krankenkassen auszusortieren. Als mögliche Schwelle nannte er 200.000 oder 250.000 Versicherte.
Krankenkassenreform könnte 42 Milliarden im Haushalt einsparen
Er lobte, dass Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) die 66 Vorschläge einer Kommission zur Reform der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) weitgehend umsetzen wolle, um das Gesundheitssystem günstiger und effizienter zu machen.
Die GKV macht viel Verlust, es fehlen Milliarden. Die schwarz-rote Koalition will schon Ende April einen Gesetzentwurf zur Reform der Krankenversicherung beschließen, um das Gesundheitssystem zu verbessern.
Mit den 66 Empfehlungen der GKV-Kommission könnten rund 42 Milliarden Euro eingespart werden. Die Zahl der Krankenkassen zu reduzieren, wie jetzt von Linnemann gefordert, war allerdings kein Vorschlag der Kommission.
