Nur eine Minderheit der gesetzlich Krankenversicherten nutzt die Möglichkeit eines regelmäßigen Hautkrebs-Screenings. Die Mehrheit von etwa 70 Prozent der gesetzlich Versicherten ab 35 Jahren in Deutschland mit einem
Anspruch auf solch eine zweijährliche Früherkennungsuntersuchung geht jedoch nicht zur Hautkrebsvorsorge. Das geht aus den Ergebnissen des Barmer-Arztreports hervor. Demnach hatten in den Jahren 2022 und 2023
rund 47 Millionen Versicherte ab 35 Jahren ein Anrecht auf die
Früherkennungsuntersuchung. Doch nur 13 Millionen (28 Prozent) nutzten
das Angebot, das entspricht etwa rund 34
Millionen Menschen.
Junge Frauen nehmen das Hautkrebs-Screening dem Bericht zufolge deutlich häufiger wahr als junge Männer. Insgesamt nutzten in den Jahren 2022 und 2023
23,3 Prozent der Frauen im Alter von 35 bis 39 Jahren das Angebot, und nur 16,6 Prozent der Männer in der gleichen Altersgruppe. Dagegen gingen 33,7 Prozent der Männer
zwischen 80 und 84 Jahren zur Vorsorge, aber nur 29,9 Prozent der gleichaltrigen Frauen. Zudem nehmen Versicherte mit Hochschulabschluss dem Bericht zufolge deutlich häufiger am Hautkrebs-Screening teil als Menschen mit niedrigerem Bildungsniveau.
“Das Hautkrebsscreening ist wichtig für die Früherkennung und erfolgreiche Behandlung von Hautkrebs”, sagte der Barmer-Vorstandschef, Christoph Straub, zu den Ergebnissen. “Die aktuellen Zahlen
zeigen jedoch, dass wir von einer optimalen Vorsorge noch weit entfernt
sind.”
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