Tobias Zöller könnte sich jetzt aufregen, fluchen oder zumindest genervt auf die Uhr schauen. Denn es ist ja längst alles bereit: Das Dach seines Schiffes ist aufgedeckt, das Schüttrohr ist ausgefahren. Eigentlich müssten jetzt goldene Sojabohnen über das Förderband kullern und in den Laderaum rieseln. Aber es passiert: nichts. Um halb sieben sollte es losgehen. Und jetzt ist es zehn! Keiner weiß, warum. Und Zöller? Bleibt nach mehr als zehn Jahren als Schiffsführer ruhig. Er hat sich mit der Warterei angefreundet. Sagt nur: »Sich aufzuregen, ändert ja nichts.«
