Wegen Terrorverdachts sind Fahrzeuge nahe dem Militärstützpunkt Fairford durchsucht und Gebäude evakuiert worden. Der Stützpunkt wird von der US-Luftwaffe genutzt.
40 Kommentare
© Ben Birchall/AP/dpa
Nach der Festnahme von fünf Männern in der Nähe eines von den USA genutzten Luftwaffenstützpunkts in Großbritannien gehen die Ermittler von einem terroristischen Hintergrund aus. Die Verdächtigen würden unter dem Verdacht festgehalten, einen Anschlag geplant zu haben, teilte die britische Anti-Terror-Polizei mit, die Medienberichten zufolge die Ermittlungen übernahm. Zunächst war lediglich von einem möglichen Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz die Rede.
Die Polizei habe gegen 0.45 Uhr einen Anruf wegen dreier verdächtiger Fahrzeuge in der Nähe der Basis der Royal Air Force (RAF) Fairford erhalten und die Insassen festgenommen, hieß es. 400 Meter rund um verdächtige Fahrzeuge sei eine Absperrung errichtet worden, während Experten für
Kampfmittelbeseitigung der Armee die Autos untersuchen würden. Auf Luftaufnahmen von Sky News war offenbar ein Bombenentschärfungsroboter zu sehen, der sich zwischen drei weißen Fahrzeugen bewegte.
Als Vorsichtsmaßnahme wurden rund 85 Haushalte in der Nähe in Sicherheit gebracht. Rund 30 Einsatzfahrzeuge waren vor Ort. Die Polizei hatte eine Großlage ausgerufen. Ihrer Einschätzung nach war der Vorfall am Vormittag allerdings unter Kontrolle.
Die US-Streitkräfte hatten im März Langstreckenbomber an die
RAF-Basis Fairford verlegt. Die britische Regierung hatte den USA die
Genehmigung erteilt, von dort aus Angriffe auf iranische Raketenstellungen zu
fliegen. Die iranische Revolutionsgarde hatte Großbritannien vor möglichen Anschlägen gewarnt.
