
Merz: Gründe für Wahlergebnis “reichen weit über meine Person hinaus”
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nennt das Wahlergebnis eine „tiefe Zäsur“, ein für die CDU „dramatisches Ergebnis“. Das sagt der Bundeskanzler bei einer Pressekonferenz im Konrad-Adenauer-Haus in Berlin, wo er mit dem Berliner Wahlverlierer Stefan Evers auftritt. Daniel Peters nehme nicht teil, weil er die Landtagsfraktion in Mecklenburg-Vorpommern auflösen müsse, nachdem die CDU dort nicht den Einzug in den Landtag geschafft hat.
„Das Ergebnis ist auch dem Umstand zu verdanken, dass es in Mecklenburg-Vorpommern eine große Zuspitzung zwischen AfD und SPD gegeben hat“, sagt Merz. „Die Gründe reichen weit über meine Person hinaus.“
„Wir erleben eine tiefgreifende Polarisierung“, sagt der Kanzler. „In Berlin wurden mit mehr als 40 Prozent Kräfte gewählt, die destruktiv sind, die mit radikalen und einfachen Lösungen versuchen, die Menschen zu begeistern.“ Angesichts dessen sei es wichtig, Stabilität zu erhalten und deren Wert auch den Bürgern klarzumachen.
Was heißt das für den Kurs der CDU? „Bund und Länder müssten zusammenstehen und zu einem Miteinander finden“, so Merz. „Für die CDU stellen sich sehr grundsätzliche und langfristige Fragen“, sagt der Kanzler. Über diese werde nun beraten. Er sei dankbar, dass die Sozialdemokraten im Bund an der schwarz-roten Koalition festhalten wollen.
