
Wie wichtig Aufzüge sind, stellt man meist erst dann fest, wenn man sie wirklich braucht und sie nicht nur der Bequemlichkeit dienen. Der Autor dieser Zeilen hat sich beispielsweise vor einigen Jahren das Sprunggelenk gebrochen – und sich in der Rekonvaleszenzphase nicht einmal auf eine Rolltreppe getraut, vom Benutzen einer klassischen Treppe ganz zu schweigen. Doch auch wer mit Rollstuhl, Fahrrad oder Kinderwagen unterwegs ist, steht oft wie der Ochs vorm Berg da, wenn der Lift mal nicht funktioniert. Aus diesem Grund begrüße ich das Projekt brokenlifts.org, eine Kooperation des Vereins Sozialhelden, des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg und des Projektbüros Henkelhiedl.
Hier finden Sie, täglich aktualisiert, eine Übersicht aller defekten Aufzüge im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg. Zum Zeitpunkt, als diese Kolumne geschrieben wurde, waren beispielsweise 34 der insgesamt 591 Aufzüge außer Betrieb. Beim Start der Internetseite sehen Sie eine Übersicht über alle nicht betriebsbereiten Lifte, inklusive der Gleise, zu denen sie üblicherweise Zugang gewähren sollten. Sie können aber auch über die Suchzeile einen bestimmten U- oder S-Bahnhof aufrufen – oder über die Schaltfläche „Alle Stationen“ eine Gesamtschau über sämtliche Bahnhöfe und Lifte erhalten. Ich empfehle dieses Projekt zur Nachahmung in anderen Städten und Landkreisen. Es dürfte vielen Menschen mit Mobilitätseinschränkungen sehr helfen.
Einsendeschluss ist der 23. September 2026, 21 Uhr. Die Gewinnerin oder der Gewinner wird schriftlich benachrichtigt. In der vergangenen Woche fragten wir nach dem Spiel „Flower Field“.
