Mit fast 160 Helfern rückt die Feuerwehr zu einem Brand in einem Pflegeheim in Berlin-Kreuzberg aus – doch für einen Menschen kommt die Hilfe zu spät. Eine tote Person und 27 Verletzte lautet die traurige Bilanz der Feuerwehr zum Ende ihres Einsatzes. Zunächst hatte ein Sprecher von 21 Verletzten gesprochen.
Später korrigierte er die Anzahl der Betroffenen mehrfach nach oben: Neben der toten Person wurden 27 Menschen verletzt, einer davon schwebte in Lebensgefahr. Die lebensgefährlich verletzte Person wurde nach Angaben des Sprechers reanimiert und dann in ein Krankenhaus gebracht.
Die restlichen 26 Betroffenen seien leicht verletzt, sie hätten überwiegend eine Rauchgasvergiftung erlitten, so der Sprecher. Einige der Bewohner kamen in ein Krankenhaus. Andere wurden in anderen Unterkünften der Einrichtung untergebracht, wie der Sprecher sagte. Zum Alter oder Geschlecht der betroffenen Senioren machte er keine Angaben.
Brand in Patientenwohnung
Die Feuerwehr war kurz vor 10.00 Uhr alarmiert worden und rückte mit zahlreichen Helfern auch der freiwilligen Feuerwehr an. Sie sprach von einem «Massenanfall» von Verletzten (MANV).
Nach ersten Erkenntnissen ist der Brand in einer Patientenwohnung der Einrichtung in der Waldemarstraße ausgebrochen, die Ursache ist noch unklar. Schnell brannte es lichterloh, es kam zu einer starken Rauchentwicklung.
Einrichtung nicht bewohnbar
Das Gebäude wurde evakuiert. Feuerwehrleute versorgten die knapp 30 Bewohnerinnen und Bewohner der Einrichtung und bekamen den Brand zügig unter Kontrolle. Das Zimmer in der ersten Etage des fünfgeschossigen Gebäudes brannte jedoch vollständig aus, schilderte der Sprecher.
Im Rest des Gebäudes sei es durch Ruß und Löschwasser zu Schäden gekommen. Die Einrichtung sei vorerst nicht bewohnbar. Senioren, die nicht in eine Klinik gebracht werden mussten, kommen nach seinen Angaben vorerst in anderen Unterkünften der Einrichtung unter.
Brandexperten der Polizei sicherten vor Ort Spuren und ermitteln zur Ursache. Wegen des Einsatzes kam es im Umfeld der Einrichtung zu Verkehrssperrungen, wie die Polizei bei der Plattform X mitteilte.
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