
Libyen dementiert angebliche Erlaubnis für ukrainische Nutzung von Stützpunkt
Libyens Regierung hat einen Bericht zurückgewiesen, wonach sie der Ukraine die Nutzung eines Armeestützpunkts für Angriffe auf Schiffe der russischen Schattenflotte erlaubt habe. Das Verteidigungsministerium erklärte, es habe „Kenntnis von den in einem Presseartikel enthaltenen Behauptungen erhalten“. Es weise „kategorisch die Existenz jeglicher Vereinbarung, Abmachung oder Abstimmung zurück, die die Nutzung“ dieses Stützpunkts ermöglichen würde.
Der US-Sender CNN hatte unter Berufung auf ukrainische Kreise berichtet, dass seit Ende 2025 ukrainische Drohnenbediener im Nordwesten Libyens im Einsatz seien. Anderen von CNN zitierten Kreisen zufolge dient der internationale Armeestützpunkt in Misrata als „Startpunkt“ für Drohnen gegen die Schattenflotte russischer Öltanker in der Region. Im Gegenzug würden örtliche Streitkräfte ausgebildet.
Anfang März hatte die libysche Hafen- und Seeschifffahrtsbehörde mitgeteilt, dass sich an Bord des russischen Tankers „Arctic Metagaz“ mehrere Explosionen ereignet hätten. Der Tanker befand sich damals rund 240 Kilometer nördlich der libyschen Hafenstadt Sirte. Laut den libyschen Behörden transportierte das Schiff Flüssiggas (LNG), das für Ägypten bestimmt war. Russland wirft der Ukraine vor, das Schiff von der libyschen Küste mit Drohnen attackiert zu haben. Die Ukraine hat sich bislang nicht zu dem Vorfall geäußert.
