Rund 16.000 Satelliten kreisen um die Erde, und bis gestern hatten sie alle etwas gemeinsam: Keiner von ihnen wurde mit einer deutschen Rakete ins
All gebracht. Die gibt es nämlich nicht, von militärischen
Marschflugkörpern und kleinen Höhenforschungsraketen einmal abgesehen. Satelliten ins All transportieren? Kann Deutschland nicht.
Oder besser gesagt: konnte. Denn nun hat das
deutsche Start-up Isar Aerospace die Bundesrepublik, dieses Land der Ingenieure,
endlich auch zum Raketenland gemacht. Zur 13. Nation weltweit, die eigenständig den Orbit erreichen kann. Am Samstagabend, kurz nach 22 Uhr, startete die Firma ihre Spectrum genannte Eigenentwicklung von einem kleinen Weltraumbahnhof in Nordnorwegen. Und siehe da: Statt wie beim ersten Versuch im März 2025 abzustürzen, flog die Rakete schnurstracks in die Umlaufbahn und setzte dort sechs Minisatelliten aus.
