Trotz der laufenden Vermittlungsaktion im Ukraine-Krieg durch die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner ist es zu Luftangriffen in der Ukraine gekommen. Die Hauptstädte Kyjiw und Moskau blieben zwar wie verabredet von Angriffen verschont, doch gab es an anderen Orten Attacken aus der Luft.
In der Ukraine wurde die frontnahe Großstadt Saporischschja beschossen, es habe Opfer gegeben, teilte der örtlliche Gouverneur Iwan Fedorow mit. An der Grenze zu Rumänien trafen russische Drohnen nach Angaben örtlicher Behörden einen Grenzübergang. Am Samstagabend hatte eine russische Drohne in der Stadt Tschuhujiw im Gebiet Charkiw drei Menschen getötet. Auch von ukrainischer Seite wurden Drohnenangriffe verübt: So wurde ein Brand in einer Raffinerie von Rjasan südöstlich von Moskau ausgelöst, hieß es von der Regionalregierung. Weitere Drohnenangriffe wurden aus dem Gebiet Rostow in Südrussland gemeldet.
Witkoff und Kushner, der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, hatten am Samstag in Moskau den russischen Präsidenten Wladimir Putin getroffen. Die beiden Abgesandten hätten mit Putin »konkrete Pläne« zur Beendigung des Ukraine-Krieges erörtert, teilte das Weiße Haus am Samstag mit. Heute werden Witkoff und Kushner zu ihrem ersten Besuch in Kyjiw erwartet. In der ukrainischen Hauptstadt sprechen sie mit Präsident Wolodymyr Selenskyj. Die dreitägige Pause bei Angriffen auf die Hauptstädte soll den Amerikanern eine sichere Reise ermöglichen.
Seit vergangener Woche hat die russische Armee ihre Taktik geändert und setzt schnellere Drohnen mit Jetantrieb ein. Während Drohnenangriffe auf Kyjiw früher fast immer in der Nacht stattfanden, werden sie nun rund um die Uhr geflogen, was den Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner stark belastet. Auch der Bahnverkehr wrude massiv gestört.
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