Nach der Veröffentlichung von Daten der Berliner Verwaltung durch Cyberkriminelle warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor weiteren Angriffen. Es bestünden nun »verschiedene Risiken für die Betroffenen und letztlich für die Gesellschaft«, sagte ein Sprecher. Eine Hackergruppe hatte zuvor versucht, Lösegeld zu erpressen, und nach verstrichener Frist sensible Daten veröffentlicht.
Explizit warnt das BSI vor sogenannten Hack & Leak-Operationen vor Wahlen. Dabei werden zum Beispiel auf Social-Media-Kanälen diskreditierende oder belastende Informationen verbreitet und womöglich in einen falschen Zusammenhang gerückt. Ziel ist dabei, das Vertrauen in Kandidaten sowie Institutionen zu untergraben und so die öffentliche Meinung zu beeinflussen. In Berlin wird am 20. September ein neues Abgeordnetenhaus gewählt.
Die Hackergruppe Rhysida hatte am 14. August Daten der Berliner Verwaltung erbeutet und dafür ein Lösegeld von 30 Bitcoin gefordert – das entspricht rund zwei Millionen Euro. Nachdem der Berliner Senat erklärt hatte, nicht zahlen zu wollen, veröffentlichte die Gruppierung am Freitag ein 5,8 Terabyte großes Datenpaket im Darknet.
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