Der Rüsselsheimer Oberbürgermeister Patrick Burghardt (CDU) sagte mit Blick auf die Krise in der Automobilbranche, die Errichtung des neuen Gebäude-Ensembles unter dem Titel „Green Campus“ sei „keine Selbstverständlichkeit“. An mehreren Volkswagen-Standorten sei just an diesem Tag wohl den Bürgermeistern und auch anderen Einwohnern „das Herz in die Hose gerutscht“, meinte Burghardt angesichts von Berichten, wonach der VW-Aufsichtsrat schon diese Woche über eine Schließung der Werke in Hannover, Emden, Neckarsulm und Zwickau entscheiden könnte.

In Rüsselsheim dagegen stehe „ein strahlender Oberbürgermeister“, sagte der CDU-Politiker. Besonders froh sei er darüber, dass auch die Produktion im Opel-Werk über das Jahr 2029 hinaus gesichert sei. Huettl hatte im Juni angekündigt, dass auch die nächste Generation des Opel-Modells Astra in Rüsselsheim gefertigt werden soll.
Nicht alle Mitarbeiter ziehen mit um
In das neue Entwicklungszentrum, das im dritten Quartal 2027 fertig sein soll, werden allerdings nicht mehr alle Ingenieure einziehen. Bis zum Jahresende sollen rund 650 der zuletzt 1650 Stellen in der Entwicklungsabteilung abgebaut werden, wie seit April bekannt ist.
Huettl zeigte sich auf Nachfrage zuversichtlich, dass die dann noch verbleibenden 1000 Stellen im Entwicklungszentrum dauerhaft gesichert seien: „Hinter der Zielgröße 1000 Ingenieure stehen konkrete Bereiche, die hier in Rüsselheim geleistet werden müssen.“ Insgesamt beschäftigten Opel und der Mutterkonzern Stellantis in Rüsselsheim Ende 2025 rund 6800 Mitarbeiter, aktuelle Zahlen gibt das Unternehmen stets erst nach dem Jahreswechsel heraus.
