
Der Brasilianer Alison Dos Santos hat Karsten Warholm den Weltrekord über 400 m Hürden abgenommen. Der 26-Jährige benötigte für die Stadionrunde beim Meeting der Diamond League in Zürich lediglich 45,80 Sekunden und unterbot die bisherige Bestmarke um 14 Hundertstel. Warholm, der in der Schweiz Zweiter wurde, hatte diese bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio 2021 aufgestellt.
„Ich habe es geschafft, ich habe es geschafft“, sagte Dos Santos nach seinem Fabellauf, den er mit der brasilianischen Flagge feierte. Im norwegischen Rundfunk ergänzte der Rekordmann: „Wir haben so lange davon geredet, jetzt haben wir es geschafft. Ich bin so stolz und glücklich. Ich habe davon so lange geträumt. Aber ich glaube, ich kann das noch besser. Ich weiß, ich kann noch schneller laufen.“
Auch Russell rennt zum Weltrekord
Warholm sagte anerkennend: „Er war brillant. Es ist unglaublich. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Es war ein verrückter Wettkampf.“ Der 30-Jährige kam in 46,69 Sekunden ins Ziel — und erreichte damit den zweiten Platz. Der Nigerianer Ezekiel Nathaniel lief in 46,50 Sekunden auf Rang drei.
Dos Santos’ bisher größter Erfolg ist der Weltmeistertitel von 2021 in Eugene. In Paris holte er zudem Olympia-Bronze.
Nur 40 Minuten später rannte die Amerikanerin Masai Russell über 100 Meter Hürden in 12,09 Sekunden ebenfalls zum Weltrekord und knackte die bisherige Bestmarke von Tobi Amusan aus dem Jahr 2022 um drei Hundertstel. Die Nigerianerin wurde in der Schweiz in 12,23 Sekunden Zweite.
Darüber hinaus belegte 3.000-Meter-Hindernis-Europameisterin Gesa Krause beim Sieg der Kenianerin Faith Cherotich (8:55,82 Minuten) in 9:12,27 Minuten den sechsten Platz. Lea Meyer wurde in 9:13,50 Minuten Siebte, die EM-Dritte Olivia Gürth landete mit einer persönlichen Bestzeit von 9:15,07 Minuten auf Rang acht.
Über 1.500 Meter wurde der deutsche Rekordhalter Robert Farken in 3:32,63 Minuten Achter. Es gewann der Amerikaner Cole Hocker (3:31,71 Minuten).
