Nach dem Scheitern der Zollverhandlungen zwischen den USA und Kanada hat die einflussreiche US-Managervereinigung Business Roundtable beide Regierungen zu neuen Gesprächen aufgerufen. Die Lobbygruppe, der die Chefs von rund 200 großen Konzernen angehören, befürchtet zusätzliche Kosten für US-Unternehmen durch die neuen Zölle.
Am Samstag waren neue US-Zölle auf kanadische Produkte in Kraft getreten, nachdem zuvor tagelange Verhandlungen zwischen beiden Ländern ohne Einigung zu Ende gegangen waren. Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer machte dafür Kanada verantwortlich. Kanadas Premierminister Mark Carney sprach dagegen von einem »Angriff« durch die USA und kündigte Gegenzölle an. »Man befindet sich im Krieg, wenn man angegriffen wird. Wir sind angegriffen worden«, sagte Carney.
Demokratische Abgeordnete und Gouverneure der an Kanada grenzenden US-Bundesstaaten Minnesota, New York und Washington kritisierten den Republikaner Trump scharf für seine Zollpolitik. »Unnötig Streit mit unseren Verbündeten anzufangen und gleichzeitig die Preise hierzulande zu erhöhen – das ist Trumps Wirtschaftspolitik in einem Satz«, schrieb etwa die Gouverneurin von New York, Kathy Hochul, im Onlinedienst X.
