
Die Szene ist Teil des wie immer dramatischen Finales: In „Leben und Sterben lassen“ will der Bösewicht Baron Samedi das Bond-Girl Solitaire in einer Voodoo-Zeremonie von einer Giftschlange töten lassen. Der Spionage-Held kann sie im letzten Moment retten. Ende gut, alles gut?
Solitaire-Darstellerin Jane Seymour erinnert sich heute, 53 Jahre nach Erscheinen des Films, mit gemischten Gefühlen an die Dreharbeiten. Als ausgebildete Tänzerin habe sie zum einen viel Freude an der Szene gehabt, in der mehrere Männer sie in die Luft werfen und zum Ort der Zeremonie tragen, erzählte die 57-Jährige nun in einem Interview mit CNN. Vor der eingesetzten Schlange habe sie jedoch panische Angst gehabt.
„Ich hasse, hasse, hasse Schlangen“, erzählt Seymour. Zu allem Übel sei der Darsteller, der die Schlange vor ihr Gesicht halten musste, von dem Reptil gebissen worden. „Er hat die Schlange direkt vor mir fallen lassen“, erinnert sich die Britin. „Ich habe nur noch geschrien.“
Die Verantwortlichen für die Schlange hätten das Tier in letzter Sekunde entfernt. Die Dreharbeiten hätten ohne den betroffenen Darsteller fortgesetzt werden müssen.
„Sie suchten jemanden, der eine Jungfrau spielen konnte“
Der Bond-Film mit Roger Moore wurde damals zu Seymours Durchbruch. „Sie haben mich nur engagiert, weil sie jemanden suchten, der eine Jungfrau spielen konnte“, so Seymour, die damals Anfang 20 war. Solitaire ist eine Seherin, die ihre Fähigkeiten allerdings verliert, als sie mit Bond schläft. Seymour hatte die Rolle und ihre in der Vergangenheit bereits kritisch betrachtet.
In der britischen Presse sei sie nach dem Film als Bond-Girl abgestempelt gewesen, erzählte Seymour weiter. „Ich habe damals nicht realisiert, was für eine riesige Sache das war.“ Sie sei deshalb später in die USA gegangen, wo man sie ernster genommen habe. Seymour spielte in den folgenden Jahren in zahlreichen Filmen und Serien mit und wurde unter anderem mit einem Emmy und zwei Golden Globes ausgezeichnet.
