Ein Fußballspiel in Berlin, 25.000 Auswärtsfans, gute Stimmung – bis während der Rückfahrt alles kippt: In einer S-Bahn geraten Hertha- und Schalke-Anhänger aneinander, Menschen werden geschlagen, Blut läuft. Stefan Willeke sitzt mit seinen Kindern mitten in der Szene; der Schock wird zum Startpunkt einer Recherche.
In Folge 394 erzählt der ZEIT-Chefreporter, wie Gewalt im Fußball funktioniert: von einer kleinen, hochmobilen Gruppe, die sich leicht entzünden lässt – und von Ultras, die gleichzeitig Spenden sammeln und nach Wegen suchen, sich abseits der Öffentlichkeit mit möglichst vielen Leuten zu prügeln. Anne Kunze und Daniel Müller sprechen mit Stefan Willeke über Gruppendynamik, verabredete Schlägereien, Stadionverbote – und über die größere Frage, ob der Fußball nur Bühne ist oder ein Frühwarnsystem für eine enthemmtere Gesellschaft.
Der Text zur Folge (»Ein Mann verprügelt eine junge Frau. Das soll mein Fußball sein?«) von Stefan Willeke ist im Mai 2025 in der ZEIT erschienen.
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