
Wenige Tage, nachdem ihm die Fußfessel abgenommen wurde, hat ein Siebenunddreißigjähriger seine Frau attackiert und ihren neuen Partner mit über 70 Messerstichen getötet – nun hat das Frankfurter Landgericht ihn wegen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Der Bulgare habe heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen getötet, so die Vorsitzende Richterin der Schwurgerichtskammer. Er habe nicht akzeptiert, dass sich seine Frau von ihm getrennt und einem anderen Mann zugewandt habe.
Verurteilt wurde er zudem wegen der gefährlichen Körperverletzung an seiner Ehefrau. Er hatte zuerst auf sie eingestochen, dann jedoch von ihr abgelassen, um ihren Freund zu attackieren.
Der Täter hatte zuvor bereits eine elektronische Fußfessel tragen müssen, mit der sein Aufenthaltsort überwacht wurde. Über Monate hat er seine Frau unter anderem geschlagen und mit Drohungen in Todesangst versetzt. Seine Frau erhielt daraufhin einen Tracker, der sie warnte, sobald er sich näherte.
Diese Fußfessel wurde ihm Ende Juni 2025 abgenommen – nur wenige Tage später, am 2. Juli, fuhr zu seiner Frau und attackierte dort das Paar mit einem Küchenmesser. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
