Die AfD hat in der Sonntagsfrage des ARD-Deutschlandtrends ihren Vorsprung zur Unionspartei ausgebaut. In der Sonntagsfrage von Infratest dimap kommt die Partei demnach auf 28 Prozent, das ist ein Prozentpunkt mehr als in der Umfrage Anfang Juli. CDU/CSU kommen auf 21 Prozent. Das sind ein Prozentpunkt weniger und ihr schwächster Wert seit November 2021.
An den Umfragewerten der übrigen Parteien hat sich nichts geändert. Die Grünen bleiben mit 15 Prozent drittstärkste Kraft. Die SPD kommt auf zwölf Prozent und liegt damit nur knapp vor der Linken, die elf Prozent erreicht. Alle anderen Parteien bleiben unter der Fünf-Prozent-Hürde, darunter auch FDP und BSW.
Beim Umgang mit der AfD sind die Meinungen der Befragten geteilt. 27 Prozent sprechen sich dafür aus, mit der Partei zusammenzuarbeiten. Dabei handelt es sich jedoch überwiegend um Anhänger der AfD. 32 Prozent finden, dass eine Zusammenarbeit je nach Einzelfall entschieden werden sollte. 37 Prozent lehnen eine Zusammenarbeit mit der AfD grundsätzlich ab.
Mit der Arbeit der Bundesregierung sind weiterhin nur wenige Menschen zufrieden. Wie bereits im Vormonat bewerten lediglich 13 Prozent der Befragten die Regierungsarbeit positiv. 85 Prozent zeigen sich unzufrieden, ein Prozentpunkt weniger als im Juli. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erhält nur wenig Zustimmung. 14 Prozent sind mit seiner Arbeit zufrieden, ein Prozentpunkt mehr als im Vormonat. 84 Prozent äußern sich dagegen unzufrieden.
Jüngste Kabinettsumbildung stößt ebenfalls auf wenig Optimismus
Die aktuelle Kabinettsumbildung wird eher skeptisch gesehen. Zwölf Prozent der Befragten erwarten, dass die Bundesregierung dadurch besser arbeiten wird. Elf Prozent rechnen sogar mit einer Verschlechterung. Weitere zwölf Prozent gehen davon aus, dass sich an der Qualität der Regierungsarbeit nichts ändern wird und sie genauso gut arbeitet wie bisher. Die Mehrheit von 57 Prozent glaubt hingegen, dass die Regierung auch nach der Umbildung genauso schlecht arbeiten wird wie bislang.
Infratest dimap befragte für den Deutschlandtrend von Montag bis Mittwoch dieser Woche 1.297 Wahlberechtigte. Die statistische Fehlerquote wurde mit zwei bis drei Prozentpunkten angegeben.
