Die schleswig-holsteinische Landesregierung soll nach einer Forderung aus der SPD-Fraktion rasch ein Wasserversorgungskonzept vorlegen. Die Landesregierung beschreibe in ihren Antworten auf Kleine Anfragen der SPD-Fraktion zum Thema zwar die Herausforderungen, die sich durch Trockenperioden, veränderte Grundwasserneubildung oder wachsende Nutzungskonkurrenzen ergeben, sagte die Abgeordnete Sandra Redmann. «Zwischen Problembeschreibung und konkretem politischem Handeln besteht jedoch eine deutliche Lücke.»
Schleswig-Holstein hinkt nach SPD-Ansicht hinterher
Wasser werde künftig knapper und umkämpfter, betonte Redmann. Daher sei es wichtig, Wasserversorgungskonzepte zu haben. Hier hinke Schleswig-Holstein hinterher, denn fast alle Bundesländer hätten inzwischen solche Konzepte. Schleswig-Holstein beginnt erst jetzt mit einer Analyse, deren Ergebnisse 2031 vorliegen sollen. «Angesichts der Dynamik des Klimawandels ist das sehr spät», kritisierte die Abgeordnete.
Die SPD-Fraktion hat die Landesregierung unter anderem gefragt, wie alt die Trinkwasserleitungen sind, wo der größte Sanierungsbedarf besteht, welche Investitionen notwendig werden und welche Maßnahmen bereits geplant sind.Die Antwort lautet nach Redmanns Angaben an vielen Stellen, dazu lägen der Landesregierung keine Daten vor.
Verantwortung bei den Kommunen
Verantwortlich für die Wasserversorgung im nördlichsten Bundesland sind die Kommunen. Kürzlich hatte der Geschäftsführer des Verbands der Norddeutschen Energie- und Wasserwirtschaft (VNEW), Roman Kaak, der dpa gesagt, es zeichneten sich nach aktueller Einschätzung der Mitgliedsunternehmen für die kommenden Jahre keine Regionen mit Versorgungsengpässen ab. Grundwasser bleibe in Schleswig-Holstein grundsätzlich ausreichend verfügbar. Der Klimawandel verändert nach Kaaks Angaben allerdings die Rahmenbedingungen.
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