
Nach dem 2:1 nach Verlängerung im WM-Viertelfinale gegen Norwegen hatte Tuchel direkt nach dem Abpfiff am TV-Mikrofon gesagt, seine Mannschaft habe Glück gehabt, sei nachlässig gewesen und habe viele technische Fehler gemacht.
Doppel-Torschütze Bellingham konterte in der Interviewzone, als er mit den Aussagen konfrontiert wurde: „Wahrscheinlich weiß er nicht, wie es ist, bei diesen Bedingungen gegen Erling Haaland, Martin Ödegaard, Antonio Nusa und Alexander Sörloth zu spielen. Man kann nicht jedes Spiel mit 1.000 Pässen gewinnen. Manchmal muss man schmutzig gewinnen, das haben wir getan.“
Tuchel hatte bereits seine Aussage in der Pressekonferenz nach dem von schwüler Hitze geprägten Spiel in Miami eingeordnet. Er betonte, dass es kein Problem mit der Mannschaft gebe und er sich von Herzen gefreut habe. „Aber in meinem Kopf bin ich auch immer Fußball-Trainer“, sagte der Schwabe. Und als dieser habe er Dinge gesehen, „wo wir uns das Leben unnötig schwer gemacht haben.“
Im Halbfinale trifft England am Mittwoch (21.00 Uhr MESZ im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM, in der ARD und bei MagentaTV) in Atlanta auf Argentinien. „Wir spielen gegen eines der besten Teams der Welt. Das Gute ist doch, dass wir in einem Halbfinale stehen und immer noch das Gefühl haben, wir können es noch besser“, sagte Kane. Man solle die Sache nicht zu hoch hängen, schließlich habe man schon gute Sachen gezeigt. (dpa)
