Mit der Unterzeichnung
eines Handelsabkommens wollen Mexiko und
die Europäische Union (EU) ihre
Abhängigkeit von den USA verringern. Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und die mexikanische Präsidentin
Claudia Sheinbaum unterzeichneten dafürbeim EU-Mexiko-Gipfeltreffen in Mexiko-Stadt eine
Erweiterung des bestehenden Handelsabkommens aus dem Jahr 2000, das sich auf Industriegüter beschränkte. Die
Neufassung des Abkommens schafft zahlreiche Zölle auf beiden Seiten ab. Neben Industriegütern kommen
Dienstleistungen, öffentliches Beschaffungswesen, digitaler
Handel, Investitionen und Agrarprodukte hinzu.
»Die EU und Mexiko haben sich zu einer engen strategischen Partnerschaft
verpflichtet«, teilte von der Leyen mit. Das erweiterte Handelsabkommen
werde »beiden Seiten viele Vorteile bringen«. Besonders die europäische Landwirtschaft dürfte profitieren: Mexiko schütze seine eigene Produktion bislang mit hohen Zöllen gegenüber EU-Importen, nun sollen
zahlreiche Aufschläge wegfallen. Für fast alle
Waren, darunter mexikanisches Geflügel und europäischer Käse,
wird ein zollfreier Zugang gewährt, wenn auch mit einer
Begrenzung durch Quoten.
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