Kulttrainer Frank Schmidt ist nach dem 1:4 (0:3) bei Hertha BSC ungewöhnlich scharf mit seinem 1. FC Heidenheim in die Kritik gegangen. Die erste Halbzeit sei «desolat» gewesen, schimpfte der 52-Jährige bei Sky. «Da fehlen einem die Worte. Da muss man sich in Grund und Boden schämen für diese erste Halbzeit. Am zweiten Spieltag 3:0 hinten zu liegen, und das auch verdient. Erster Torabschluss in der 40. Minute, so kann man in keiner Liga auftreten.»
Am zweiten Spieltag der neuen Saison in der 2. Fußball-Bundesliga enttäuschte der Absteiger in der ersten Hälfte auf ganzer Linie. Sebastian Grönning (2. Minute), der überragende Marten Winkler (26.) und der kurz vor dem Ende vom Platz gestellte Deyovaisio Zeefuik (35.) hatten nach 45 Minuten für klare Verhältnisse gesorgt.
Schmidt: «Es ist mir ein Rätsel»
Er sei verwundert über die erste Hälfte gewesen und könne sich die Leistung nicht erklären, sagte Schmidt. «Es ist mir ein Rätsel, wie erfahrene Spieler so neben sich heute stehen können in der ersten Halbzeit», sagte er. «Ich habe so viel gesprochen heute vor dem Spiel über Verfügbarkeit, über die Einstellung, über das hohe Pressing, die ganze Woche haben wir uns vorbereitet.»
Allein Jan Schöppner gelang kurz nach der Halbzeit vor 41.459 Zuschauern im Berliner Olympiastadion eine kleine Ergebniskorrektur (49.). Hertha-Neuzugang Oluwaseun Adewumi setzte in der 90. Minute den Schlusspunkt.
Nach zwei Spielen haben die Heidenheimer nun schon sieben Gegentore kassiert. Zum Auftakt der Saison hatte sich der Ostalb-Club knapp mit 4:3 gegen Neuling Osnabrück durchgesetzt.
Ungewohnte Auswechslung für den Kapitän
Mit vier Wechseln zur Halbzeitpause wollte Schmidt seiner Mannschaft gegen die Hertha wieder in Spur verhelfen, zu mehr als dem Anschluss reichte es aber nicht. Auch Kapitän Patrick Mainka stand zu Wiederbeginn nicht mehr auf dem Feld. Der Abwehrchef hatte zuvor in drei Bundesliga-Jahren des 1. FC Heidenheim keine Minute verpasst.
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