Dieser Artikel ist Teil von ZEIT am Wochenende, Ausgabe 19/2026.
Manchmal, in den ganz schwachen Stunden, gönnt man dem Zucker eine bessere Lobby. Wenn der Tag lang war und die Kinder laut, wenn zu viel Energie in den Job geflossen ist und der Abend Gefahr läuft, sich zu verläppern in Social-Media-Konsum und mittelguten Serien: Dann wünscht man sich bei einem schönen Eimer Haribo-Schlümpfe, dass mal jemand den Zucker verteidigt. Aber richtig! Nicht als soziale Frage, nicht in edlen Einzelfällen als Delikatesse, auch nicht als lässliche Sünde. Sondern frontal, wertschätzend, übergreifend. Als Kulturgut.
