
Offenbar haben zehntausende Migranten nach Angaben aus Polizeikreisen in den vergangenen 24 Stunden die Grenze zwischen Marokko und der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika gestürmt. Es sei aktuell nicht möglich, die genaue Anzahl zu ermitteln, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus Polizeikreisen. Laut Medienberichten am Freitag waren es zwischen 40.000 bis 50.000 Personen. Insgesamt 18 Migranten seien beim Versuch, Ceuta zu erreichen, ums Leben gekommen.
„Die ganze Nacht über gab es einen stetigen Zustrom von Menschen“, hieß es aus Polizeikreisen. Obwohl die Zahl der Ankommenden geringer gewesen sei als tagsüber, seien Migranten „auch über Nacht weiter angekommen“. Auch am Freitagmorgen kämen weiter Migranten in der spanischen Exklave an.
Bereits zuvor waren binnen weniger Tage mehr als 1500 Migranten in Ceuta eingetroffen. Spanien entsandte angesichts der Lage Truppen in die Exklave. Regierungschef Pedro Sánchez wollte am Freitag gemeinsam mit Innenminister Fernando Gramnde-Marlaska den Grenzübergang Tarajal besuchen, wie die Regierung mitteilte.
Es handelt sich um die größte Zahl der nach Ceuta gekommenen Migranten seit 2021. Damals stürmten mehr als 10.000 Menschen die Grenze zu der Exklave.
