Sie schweben von der Stadiondecke auf die Bühne, und ab dann dreht sich alles um Pop-Nostalgie: Fliegend auf fünf Hoverboards haben die Backstreet Boys ihre Konzertserie in Düsseldorf eröffnet. «Wir nehmen euch mit auf eine Reise in die Vergangenheit», versprach Howie Dorough zum Anfang der Show. Ausgestattet mit einer 32 Meter hohen Bühne, Pyrotechnik und einer Lasershow erweckten er und seine Bandkollegen AJ McLean, Nick Carter, Brian Littrell und Kevin Richardson in den folgenden zwei Stunden ihr Erfolgsalbum «Millennium» (1999) zu neuem Leben.
Die Show «Into The Millennium» hatten die fünf Musiker zuvor in Las Vegas gezeigt. Im Mittelpunkt stehen Hits wie «I Want It That Way» und «Larger Than Life». Bis zum 7. Oktober spielt die US-Band nun gleich zehn Stadionkonzerte in Düsseldorf, rund 450.000 Tickets wurden laut Veranstalter Live Nation verkauft. Für manche Shows gibt es noch Restkarten. Nach Angaben des Veranstalters sind es in diesem Jahr die einzigen Auftritte der Backstreet Boys in Europa.
«So viele Jahre, so viele Erinnerungen»
Die Konzertreihe trägt noch den Untertitel «Homecoming: Live in Germany». Denn schon vor dem weltweiten Erfolg hätten die Backstreet Boys hierzulande Fans gehabt, wie die Sänger in Düsseldorf betonten. «Deutschland, ihr wart unsere erste Liebe. Ihr habt uns vor allen anderen geliebt und wir euch», sagte Kevin Richardson. «So viele Jahre, so viele Erinnerungen», ergänzte Nick Carter. Die Boyband wurde 1993 in Orlando im US-Bundesstaat Florida gegründet.
Ihre Show ist eine Zeitreise hin zur Jahrtausendwende: Während der Outfitwechsel der Band werden Schnipsel alter Musikvideos und Konzerte gezeigt. Die monochromen Outfits der Sänger – samt Caps und Hüten – knüpfen nahtlos an die Kostüme aus den Videos an. Irgendwann hält die Band ein altes Cover des deutschen Jugendmagazins «Bravo» in die Kamera und posiert damit für die Fans. Die lassen sich voll auf die «Millennium»-Reise ein: Auf Bitte der Band sind die allermeisten in Weiß und Hellblau gekommen, den Farben des Albums.
90er-Programm für Fans
Zum «Homecoming» sind Fans aus der ganzen Welt angereist. Zahlreiche von ihnen hatten in den Tagen zuvor bereits vor dem Nobelhotel Breidenbacher Hof auf die fünf Sänger gewartet. Am Freitag waren es zeitweise einige Hundert Menschen; das Ordnungsamt rückte an und sperrte den Hoteleingang ab.
Für die kommenden zwei Wochen wirbt die Stadt auch mit einem Backstreet-Boys-Programm rund um die Konzerte. So gibt es etwa 90er-Themenpartys und besondere Stadtführungen.
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