
Würth links, Würth rechts: Wer es noch nicht bemerkt haben sollte, wird vom Straßenschild nach der Autobahnabfahrt dezent daran erinnert: Das hier ist das Stammland des Würth-Imperiums. Zwar sitzen im ländlich geprägten Hohenlohe-Kreis im Nordosten Baden-Württembergs noch andere, wahrlich nicht kleine Unternehmen wie Ziehl-Abegg oder EBM Papst. Doch Würth sticht eindeutig heraus.
Das Straßenschild weist aber nicht zur Konzernzentrale, sondern zu drei Museen. Nach rechts geht es zur Kunsthalle in Schwäbisch Hall, nach links zu Museum Würth und Museum Würth 2, die freilich auf dem Firmengelände oder direkt daneben stehen. Das Trio gehört zu insgesamt 15 konzerneigenen Häusern, in denen die Kunstsammlung von Reinhold Würth gezeigt wird. Der heute 91 Jahre alte Unternehmer hat bekanntlich aus dem väterlichen Schraubenhandel einen breit aufgestellten Konzern mit mehr als 20 Milliarden Euro Jahresumsatz geformt. Als passionierter Kunstsammler hat er obendrein über die Jahre mehr als 20.000 Kunstwerke erworben.
