Titelverteidiger Jannik Sinner und Rekord-Grand-Slam-Sieger Novak Djokovic haben ihre Auftaktaufgaben in Wimbledon mit Mühe überstanden. Der Weltranglistenerste Sinner musste nach einem Schreckmoment über fünf Sätze gehen, ehe sein Zweitrundeneinzug perfekt war. Trotz eines zweimaligen Satzrückstands setzte sich der Italiener mit 4:6, 6:3, 6:7 (6:8), 6:2, 6:3 gegen Miomir Kecmanović aus Serbien durch.
Sinner hatte gegen den gut aufspielenden Kecmanović lange Probleme. Im Tiebreak des dritten Durchgangs wehrte Kecmanović einen Satzball des Topfavoriten spektakulär ab und brachte Sinner dann mit dem zweiten Satzgewinn in Bedrängnis. Die fehlende Matchpraxis war dem Italiener anzumerken. Zuvor erlebte Sinner bei 2:2 im dritten Abschnitt einen Schreckmoment. Der Vorjahreschampion rutschte aus, fiel vorn auf die Knie und fasste sich an die Hüfte. Doch der 24-Jährige konnte ohne Behandlungspause weiterspielen.
»Ich bin sehr glücklich, dass ich es gedreht habe«, sagte Sinner im Siegerinterview. Er sei zu Beginn angespannt gewesen. Sein nächster Gegner ist Nuno Borges aus Portugal.
Djokovic gewann mit Anstrengung
Rekord-Grand-Slam-Sieger Djokovic wurde unterdessen beim 6:4, 5:7, 6:4, 6:4 gegen Wu Yibing auf eine harte Probe gestellt. Zunächst lief alles nach Plan für den klaren Favoriten Djokovic. Doch es entwickelte sich eine ausgeglichene Begegnung, der Chinese spielte mutig, kämpfte um jeden Ball. Das sorgte auch beim Publikum für Begeisterung, immer wieder hallten laute »Wuuuu«-Rufe über den Platz.
»Es fühlte sich sehr herausfordernd heute an. Wu verdient einen großen Applaus für diese unglaubliche Leistung«, sagte Djokovic. Er sei glücklich, aber nicht gerade frisch, ergänzte er. Mehrfach hatte sich der Serbe während der Partie an den Rücken gefasst, sich gedehnt und gestreckt. Djokovic spielt als nächstes gegen den früheren Top-Ten-Spieler Stefanos Tsitsipas aus Griechenland.
