Wo sonst Wattwürmer in Ruhe ihre Gänge graben, liefern sich Pferde einen Wettkampf: Das Duhner Wattrennen ging am Sonntag in die 90. Runde. Rund 16.000 Zuschauer ließen sich nach Angaben eines Veranstaltungssprechers das Spektakel an der Cuxhavener Küste nicht entgehen, der niedersächsische Ministerpräsident Olaf Lies und Innenministerin Daniela Behrens (beide SPD) ebenfalls nicht.
Sobald Ebbe war, wurde eine 1.200 Meter lange Rennstrecke auf dem Meeresboden abgesteckt. Gegen 13.00 Uhr hieß es: Auf die Plätze, fertig, los! Traber und Galopper preschten durch den Schlick vor Cuxhaven, das letzte der elf Rennen über unterschiedlichen Distanzen war für 18.30 Uhr geplant. Der Wettkampf muss in wenigen Stunden über die Bühne gehen, solange der Meeresboden trockengefallen ist.
Das Duhner Wattrennen findet seit 1902 statt und gilt als weltweit einzigartig. Tierschutzorganisationen wie PETA kritisieren den Wettkampf seit Jahren. Umstrittene Hilfsmittel, um die Pferde anzutreiben, sind inzwischen verboten. Nach den Protesten wurden zudem die Kontrollen durch Veterinäre verstärkt.
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