Feuer, Dürren, Tausende Tote: Die Menschen spüren, dass in diesem Sommer etwas Bedrohliches passiert ist. Die Bundesregierung wirkt dagegen seltsam entrückt.
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Woran werden Sie sich erinnern, wenn Sie an den Sommer 2026
zurückdenken? Ich sehe das Mittelmeer vor mir, das so unwirklich schön ist vor
Korsika, glasklar bis zum Grund, leuchtend blau, auf den ersten Blick gesund. Jedenfalls
schwammen im August muntere Fischschwärme darin herum, was ein gutes Zeichen
ist – denn häufig werden die Fische in den Weltmeeren inzwischen von
Quallen verdrängt, die sehr viel besser mit den Folgen des Klimawandels
zurechtkommen. Aber ungewohnt
badewannenwarm war das Wasser und die Luft und der Sand so sengend heiß,
dass man sich eigentlich nur im Badewannenmeerwasser aufhalten konnte. Und dann
waren da die täglichen Schreckensmeldungen: 12.500
Hitzetote allein in Deutschland verkündete das Robert Koch-Institut. Immer neue
Hitzerekorde jenseits von 40 Grad Celsius in europäischen Metropolen. Die Monsterfeuer
um Madrid und Bordeaux, die Hunderttausende in die Flucht trieben. Zerlaufender
Asphalt, verformte Bahngleise, austrocknende Flüsse, entgeisterte Touristen,
alles irgendwie kurz vor dem Kollaps. Eine Dürre sogar in weiten Teilen von
– England? Ja, kein Witz: In London wurde wegen extremer Hitze eine Konferenz
über den Umgang mit extremer Hitze abgesagt.
