
Man kennt Waffendepots aus dem Kalten Krieg. Nur sollte sich niemand der Illusion hingeben, die heutige Bedrohung sei nicht heiß. Die Angriffe sind vielschichtig und bisweilen versteckt, jedenfalls was die genaue Herkunft angeht. Cyberangriffe auf die kritische Infrastruktur, auf Bund und Länder, Desinformationskampagnen, bis hin zum Mord im Tiergarten durch einen russischen Agenten.
Hohe Gefährdungslage
Beim Fund von zwei Handfeuerwaffen, die wohl für Anschläge vorgesehen waren, gehen die deutschen Behörden davon aus, eine „Beteiligung fremder Mächte“ sei nicht auszuschließen. Das zeigt ein weiteres Mal die hohe Gefährdungslage, in der sich Deutschland befindet. Gut, dass das Lager zeitig entdeckt werden konnte – auch wenn die Entdeckung den Tätern nicht verborgen blieb.
Unabhängig davon, wer das Ziel dieser laut Generalbundesanwalt geheimdienstlichen Agententätigkeit und Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Tat war oder werden könnte: Weiterhin ist höchste Wachsamkeit geboten. Nicht einschüchtern lassen und Dagegenhalten sind die Gebote der Stunde. Abschreckung wirkt auch gegen hybride Angriffe. Auch das ist im weiteren Sinn einer Gemeinschaftsaufgabe.
