1920 findet die erste Reichstagswahl nach dem Ersten Weltkrieg statt, anderthalb Jahre nach der Wahl zur verfassunggebenden Nationalversammlung. Die SPD kann, trotz schwerer Verluste die meisten Wähler von sich überzeugen, in Pommern und in ländlichen Gebieten bekommt eine rechte Partei viele Stimmen: die Deutschnationale Volkspartei (DNVP).

Deutschland steht unter dem Eindruck politischer und ökonomischer Nachkriegskrisen und der Hyperinflation von 1923. Bei den Wahlen im Frühjahr 1924 legen die Parteien an den Rändern zu – die kommunistische KPD in Großstädten und die DNVP in Norddeutschland und in Franken.