Der Jeep Compass der dritten Generation fährt zu Preisen ab 40.000 Euro vor. Wir haben einen Blick auf das Infotainment geworfen, das in allen Modellvarianten mit einer üppigen Ausstattung serienmäßig ist. Der Fahrer blickt auf ein kleines und sehr flaches Kombiinstrument vor dem Lenkrad, es misst 10,25 Zoll und ist in Grenzen individualisierbar. Schön groß ist der Bordmonitor geworden, er bringt es auf 16 Zoll in der Diagonale, hat aber riesige schwarze Ränder an allen Seiten.
Head-up-Display als Sonderausstattung
Unterhalb der Anzeige befindet sich eine Tastenleiste zur Bedienung der Klimaanlage sowie einiger Fahrzeugfunktionen. Die Temperatureinstellungen für die Klimaanlage sind zudem permanent am linken und rechten Bildschirmrand eingeblendet. Der Drehsteller in der Mitte ist für die Audiolautstärke zuständig. Die Tasten sind physisch und keine Touchelemente, wenngleich die haptische Anmutung beim Betätigen unbefriedigend bleibt. Dasselbe gibt für die Lenkradtasten.

Weitaus besser gefallen in der Mittelkonsole der Drehsteller zur Wahl des Getriebeprogramms sowie die Wippe zur Einstellung des Fahrmodus. Die Bedienung der Anlage wirft kaum Fragen auf, allerdings sind einige Menüs tief verschachtelt. Auf die ungewöhnliche Methode, die Höhe des optionalen Head-up-Displays zu verstellen, wird man kaum intuitiv kommen: Dazu dient das Bedienelement in der Fahrertür, das hauptberuflich für die Einstellung der Außenspiegel zuständig ist.
Das Head-up-Display ist Bestandteil eines Sicherheitspakets mit weiteren Assistenten und kostet 1800 Euro Aufpreis. Die Darstellung ist groß und prächtig, auf einer Fahrt zeigte es sogar die Navi-Hinweise von Apple Carplay. Dauerhaft funktionierte das allerdings nicht. Hinter dem Lenkrad befindet sich ein klobiger Aufsatz, welcher die Kamera für die Aufmerksamkeitserkennung des Fahrers beherbergt. Je nach Sitz- und Lenkradeinstellung verdeckt der Knubbel einen Teil der Cockpitanzeige.

In den einzelnen Untermenüs für Telefonie, Routenführung und Medienwiedergabe liefert die namenlose Anlage gut und hinreichend schnell ab, wenngleich sie einige Zeit zum Hochfahren benötigt. Der Spracherkenner mit Künstlicher Intelligenz beantwortet auch allgemeine Fragen, was sich prima zur Unterhaltung der Passagiere an Bord eignet. Der Monitor erlaubt die gleichzeitige Anzeige von bis zu drei Menüebenen nebeneinander, also etwa Navigation, Sitzmassage und Medienwiedergabe.
Die Routenführung stammt von Tomtom und ist gute Hausmannskost ohne Finessen und Extras. Immerhin, es werden Rastplätze und Tankstellen in Routennähe angezeigt. Doch könnte man Darstellung und Details hübscher gestalten. Zudem ist die Kopilotin bei den gesprochenen Kommandos etwas geschwätzig, und es fehlten in unserem Fahrzeug trotz funktionierender Online-Anbindung die Echtzeit-Verkehrsdaten. Kompensieren lässt sich das durch die Nutzung von Apple Carplay und Android Auto, die jeweils kabellos angebunden werden. Vier USB-C-Anschlüsse vorn und hinten sorgen für kontinuierliche Stromversorgung des Smartphones.
Nach dem Betreten oder während des Verlassens des Fahrzeugs wird man von Signaltönen und Animationen freudig begrüßt. Der zwangsweise verbaute EU-Tempolimitassistent sieht nonchalant über sekundenkurze Übertretungen des Tempolimits hinweg und mahnt erst dann akustisch mit dem Abendgruß des Froschlurchs ab.
