Auch Stunden nach der Freilassung des zuvor in der Ostsee gestrandeten Buckelwals ist über den Zustand und den Standort des Tiers nichts bekannt. Die private Rettungsinitiative habe die Peildaten trotz mehrfacher Aufforderung nicht weitergegeben, sagte eine Sprecherin des Umweltministeriums in Mecklenburg-Vorpommern. Landesumweltminister Till Backhaus (SPD) kritisierte das Vorgehen der Initiative: »Was mich wirklich ärgert, ist ausdrücklich: Es war vereinbart, dass uns
die Daten übermittelt werden, damit wir ihn auch begleiten können«, sagte Backhaus in einer Stellungnahme beim Sender News5.
Die Rechtsanwältin der privaten Rettungsinitiative, Constanze von der Meden, sagte am Vormittag, dass vorerst keine Angaben zur Schwimmrichtung des Wals gemacht werden könnten. Welche Probleme es konkret gab, blieb zunächst unklar.
Der Walforscher Fabian Ritter spricht von einer »Katastrophe«, falls sich bewahrheitet, dass der Sender keine Daten liefere. Wenn es nicht gelinge, den Wal mittels der Daten zu verfolgen
und sein Verhalten einzuschätzen, könne die gesamte Mission letztlich
auch nicht als erfolgreich oder fehlgeschlagen bezeichnet werden, sagte er.
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