Die internationale Presse reagiert bestürzt auf das starke Abschneiden der rechtsextremen AfD in Sachsen-Anhalt – und verweist auf historische Zusammenhänge. Die New York Times (NYT) sieht die Möglichkeit, »dass die extreme Rechte zum ersten Mal seit dem Ende der Nazizeit in einem Teil des Landes die Macht übernehmen könnte«. Unabhängig davon, ob die AfD an die Macht komme oder knapp daran scheitere – »das prognostizierte Ergebnis erschüttert bereits jetzt das politische Establishment des Landes«, schreibt die NYT, die die Wahl in einem eigenen Livblog prominent auf ihrer Seite begleitete.
Die britische Financial Times spricht von einem schweren Rückschlag für die etablierten politischen Parteien, die Times von einer »persönlichen Demütigung« für Bundeskanzler Friedrich Merz, »dem geraten worden war, den Wahlkampf fast gänzlich zu meiden – aus Angst, seine persönliche Unbeliebtheit könnte der AfD Auftrieb geben«.
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Stimmenverteilung: Hochrechnung
78,1 % Wahlbeteiligung • Stand: 20.27 Uhr • -
Mögliche Koalitionen
Mehrheit mit 42 Sitzen
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(Duldung)
43 Sitze
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(Duldung)
40 Sitze
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32 Sitze
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Wahlkreise
0 / 41 ausgezählt

Die AfD habe von der Frustration über eine schwächelnde Wirtschaft und steigende Energiepreise profitiert, analysiert die belgische Zeitung De Tijd. In den Niederlanden stellt de Volkskrant die Frage, ob CDU-Ministerpräsident Sven Schulze, »dieses Wahlergebnis politisch überleben wird«.
Sollte AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten gewählt werden, wäre das ein »seit dem Zweiten Weltkrieg beispielloses Ereignis in Deutschland«, schreibt die brasilianische Tageszeitung Folha de São Paulo. Siegmund habe »einen populistischen Wahlkampf auf TikTok geführt und dabei emotionale Erinnerungen an die ehemalige DDR geweckt«.
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